Ein Implantat braucht ausreichend Kieferknochen, um sicher und dauerhaft zu halten. Fehlt Knochen, lassen sich die Voraussetzungen bis auf wenige Fälle schaffen – Knochenaufbau ist heute ein gut etabliertes Verfahren.
Warum Kieferknochen fehlt
Nach längerem Zahnverlust bildet sich der Kieferknochen zurück, weil er beim Kauen nicht mehr belastet wird. An der geplanten Stelle ist dann oft zu wenig Volumen für ein Implantat vorhanden. In solchen Fällen bauen wir den Knochen gezielt wieder auf, individuell geplant nach Ihrem Befund.
Mögliche Verfahren
- Körpereigener Knochen: In manchen Fällen verwenden wir eigenen Knochen aus einer benachbarten Stelle.
- Knochenersatzmaterial: Häufig kommt körperverträgliches Material zum Einsatz, das der Körper nach und nach in eigenen Knochen umbaut.
- Sinuslift im seitlichen Oberkiefer: Der Boden der Kieferhöhle wird angehoben, um Platz für neuen, stabilen Knochen zu schaffen.
- Gesteuerte Knochenregeneration (GBR): Eine Membran schützt den Aufbaubereich, damit sich neuer Knochen ungestört bilden kann.
Gleichzeitig mit dem Implantat oder vorab?
Je nach Ausgangslage erfolgt der Knochenaufbau zusammen mit der Implantation oder als vorbereitender Schritt mit eigener Einheilzeit. Was für Sie sinnvoll ist, klären wir nach einer genauen Untersuchung mit 3D-Röntgen im Beratungsgespräch. Der Eingriff selbst erfolgt unter örtlicher Betäubung.
Wie lange dauert es?
Ein Implantat heilt bei uns in der Regel im Unterkiefer etwa zwei und im Oberkiefer etwa vier Monate ein. Mit Knochenaufbau kann es länger dauern, weil sich der neue Knochen erst bilden muss. In der Zwischenzeit tragen Sie eine provisorische Versorgung.
Was kostet ein Knochenaufbau?
Ob und in welchem Umfang ein Knochenaufbau nötig ist, steht nach der Untersuchung fest. Die Kosten sind dann Teil unseres Kostenvoranschlags, den Sie in der Regel innerhalb einer Woche erhalten. Auf Wunsch ist Ratenzahlung möglich.
Erfahrung und Fortbildung
Dr. Stöcker ist seit 1992 approbierter Zahnarzt und hat sich unter anderem in Implantologie, Sinuslift und Knochenaufbaumethoden fortgebildet.
Wissenschaftliche Quellen